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Volkswirtschaft
Was macht eine Wirtschaft zur Volkswirtschaft? Diese Frage wird in der Literatur so gut wie gar nicht gestellt; selbst die Volkswirtschaftslehre tut dies nicht, obwohl doch die Frage direkt ihren Gegenstand betrifft. Die Volkswirte gehen mit gemischten Gefühlen von der Volkswirtschaft als einem gegebenen Faktum aus, ohne es ökonomisch zu erklären. Hören wir, was einer ihrer Repräsentanten, Knut Wicksell, dazu sagt:"Eine befriedigende Definition des Wortes Nationalökonomie ist nicht leicht zu geben, hauptsächlich deshalb, weil der Begriff selbst zumindest unbestimmt ist. (...) In Ermangelung eines besseren kann jedoch wohl der alte Name gern behalten werden, wenn man sich nur davor hütet, die Vorstellung einer in der Wirklichkeit nicht existierenden nationalen Gemeinsamkeit auf wirtschaftlichem Gebiete hineinlegen zu wollen." (Vorlesungen über Nationalökonomie)Der Begriff Nationalökonomie kann beibehalten werden, wenn er gerade keine Volkswirtschaft kennzeichnet. Eine schöne Logik!
Hier wird nachgewiesen, dass das Gesamtkapital in der Form der Volkswirtschaft eine reelle Existenz besitzt, die gewöhnlich von der Volkswirtschaftslehre etwa in Gestalt des Wirtschaftskreislaufs und der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung anerkannt, wenn auch nicht verstanden wird.
Mehr dazu:
Guenther Sandleben, Nationalökonomie & Staat. Zur Kritik der Theorie des Finanzkapitals, VSA-Verlag 2003
Sandleben, Guenther (1998): Drei Gesichter des Kapitals. Globalität, Nationalität, Individualität, in: Kalaschnikow, 2/98 Jetzt auch als Internetversion verfügbar: Drei Gesichter des Kapitals. Globalität, Nationalität, Individualität
Was ist eine Volkswirtschaft.doc
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