Kommunismus im 21. Jahrhundert
Kapitalismus ade! Warum eigentlich nicht?
Die Menschen sind Jahrtausende ohne ihn ausgekommen, obgleich sie entwickelte Arbeitsteilung praktizierten. Seht den Pyramiden-Bau in Ägypten oder die städtebaulichen Wunderwerke des Mittelalters: Welch eine Arbeitsteilung fand dort statt. Hochentwickelte Arbeitsteilung war möglich ohne Kapitalismus.
Es ist eine bürgerliche Lüge, wenn gesagt wird, dass eine fortgeschrittene Produktionsweise ohne Geld, das sich in Kapital verwandelt, unmöglich sei.
Und jetzt noch die Finanzkrise! Sie ist Ausdruck und Teil einer umfassenden Wirtschaftskrise. Zerstörung von Reichtum, Armut inmitten des Reichtums sind die Folgen. Trotz des Reichtums legen die Staaten Sparprogramme auf. Die kapitalistische Überproduktionskrise zeigt, dass zuviel produziert wurde im Vergleich zur kaufkräftigen Nachfrage. Obwohl zuviel da ist, soll gespart werden. Konsumverzicht inmitten der Überproduktion - welch ein Wahnsinn! Den Kapitalismus können sich die Menschen nun wirklich nicht mehr leisten. Es wird Zeit, dass sie die Wunderwerke ihrer Technik endlich genießen.
In einer wirklich kommunistischen Gemeinschaft gibt es bei hochentwickelter Technologie und Arbeitsteilung weder Waren noch Geld. Ein Teil der produzierten Güter dient der erneuten Produktion, bleibt also gesellschaftlich, ein weiterer Teil dient gemeinschaftlichen Bedürfnissen und schließlich gibt es Güter, die sich die Individuen entsprechend ihrer persönlichen Bedürfnisse durch einfache Entnahme aneignen, ohne dass Geld erforderlich wäre.
Es besteht eine Gütergemeinschaft von miteinander verbundenen Produktionsgemeinschaften. Es existiert keine Staatswirtschaft, kein Staats-"Sozialismus". Eine solche kommunistische Gesellschaft unterscheidet sich krass von den ehemaligen realsozialistischen Staaten.
Die materiellen Voraussetzungen dafür hat die kapitalistische Gesellschaft allesamt geschaffen. Die Produktivkräfte sind derart hoch entwickelt, dass alle Menschen ohne materielle Not leben könnten. Durch die kapitalistische Eigentumsform werden die Menschen von den Produktivkräften, von ihrer materiellen Welt des Reichtums getrennt. Sie werden entfremdet, indem sie als Lohnarbeiter unter fremden Bedingungen für fremde Zwecke arbeiten. Ihre Armut ist Voraussetzung kapitalistischer Bereicherung. In den Krisen und Kriegen zeigt sich, dass der Kapitalismus nur noch fortexistieren kann, indem er periodisch Produktivkräfte massenhaft zerstört oder, wie die Arbeitslosigkeit zeigt, außer Kurs setzt.
Durch die Aneignung ihrer materiellen Welt werden die Menschen ihre eigene Arbeitsweise revolutionieren, so dass ihr Arbeitsleben zu einer wirklich schöpferischen Seite ihres Lebens wird. Sie werden ihre Arbeitsbedingungen so abwechselungsreich und ästhetisch einrichten, dass sie ihre Arbeit nicht mehr als Last empfinden. Ihre Arbeit werden sie genießen als eine Form ihrer produktiven Selbsttätigkeit.
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